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Doom Spending: Warum wir unser Geld für den „Weltuntergang“ ausgeben (und wie du den Teufelskreis brichst)

Vielleicht kennst du das: Die Nachrichten sind voll von Krisen, die Mieten in den Städten sind unbezahlbar und das Klima scheint ohnehin nicht mehr zu retten. In diesem Moment ploppt eine Werbung für ein neues Outfit oder ein teures Gadget auf deinem Handy auf. Ein Klick, „Jetzt kaufen“ – und für einen kurzen Moment fühlt es sich gut an.

Das nennt man Doom Spending. Es ist der Drang, Geld für kurzfristige Belohnungen auszugeben, weil die langfristigen Ziele (wie ein Eigenheim oder eine sichere Rente) unerreichbar scheinen.

Als Beraterin mit 30 Jahren Erfahrung sehe ich hier ein neues Muster: Viele junge Frauen aus der Generation Z sind zwar hochgebildet, fühlen sich aber emotional oft machtlos gegenüber den großen Herausforderungen der Welt.

Manchmal liegt das auch an einer Erziehung, die uns zwar behütet hat (Stichwort „Helikoptereltern“), uns aber nicht beigebracht hat, wie wir in stürmischen Zeiten finanziell auf eigenen Beinen stehen.

Die Psychologie dahinter: Warum Wissen dein Selbstvertrauen rettet

Doom Spending ist oft ein emotionaler Bewältigungsmechanismus. Wenn wir das Gefühl haben, die Welt nicht kontrollieren zu können, kontrollieren wir wenigstens unseren Warenkorb. Doch wahres Selbstvertrauen wächst nicht durch Konsum, sondern durch Wissen.

In meiner Frauenfinanzschule erlebe ich immer wieder den „Aha-Moment“: Sobald eine junge Frau versteht, wie Geld funktioniert, weicht die Angst der Handlungsfähigkeit. Es ist ein Prozess. Du musst nicht über Nacht zur Brokerin werden. Aber du musst verstehen, was mit deinem Geld passiert, damit du nicht mehr die Getriebene der Algorithmen bist.

Finanz-Check für dein Mindset

Fühlst du dich oft gestresst, wenn du an dein Konto denkst? Im Newsletter „Frauen Finanz Stories“ zeige ich dir, wie du den Stress durch Struktur ersetzt.



Deine Superkraft: Die Macht der kleinen Zahlen (und der Zeit)

Viele junge Frauen denken: „Mit 50 € im Monat brauche ich gar nicht erst anfangen.“ Als Rechnungswesen-Expertin sage ich dir: Das ist dein größter Denkfehler. Deine Zeit ist wertvoller als dein Startkapital.

Schauen wir uns ein einfaches Rechenbeispiel an (angenommen wird eine durchschnittliche ETF-Rendite von 7% pro Jahr):

  • Szenario A (Start mit 20 Jahren): Du investierst monatlich 50 € bis zu deinem 67. Lebensjahr.
    • Nach 47 Jahren hast du ca. $221.000 €$ angespart.
      .
  • Szenario B (Start mit 40 Jahren): Du investierst ebenfalls monatlich 50 € bis 67.
    • Nach 27 Jahren hast du nur ca. $48.000 €$ angespart.

Das Ergebnis: Obwohl du im Szenario A nur 12.000 € mehr an Eigenkapital eingezahlt hast, ist dein Endvermögen mehr als viermal so hoch.

Zeit ist der Hebel, den dir niemand mehr zurückgeben kann. 50 € heute sind für eine 20-Jährige wertvoller als 200 € für eine 40-Jährige.

Ethisches Investieren: Die Welt retten UND vorsorgen

Ein großes Thema für die Gen Z ist die Ethik. „Ich will nicht, dass mein Geld in Waffen oder Kohle fließt“, ist eine berechtigte Forderung.

Hier habe ich eine gute Nachricht: Nachhaltiges Investieren (ESG/SRI) bedeutet heute keinen Renditeverzicht mehr. Im Gegenteil: Wir sehen, dass Unternehmen, die nachhaltig wirtschaften, oft zukunftsfähiger sind. Vor allem wir Frauen treiben diesen Markt voran.

Indem du in nachhaltige ETFs investierst, nutzt du dein Geld als Stimmzettel. Du zwingst Unternehmen zur Umstellung und baust gleichzeitig dein Vermögen auf. Das ist kein Widerspruch, sondern modernes Investieren.

Der „Equal Pay Day“-Effekt: Warum der März dein Monat ist

Wir steuern auf den März zu – den Monat des Equal Pay Day und des Weltfrauentags. Für mich ist das kein Datum für Blumen, sondern für Bilanzen.

Gerade für junge Frauen ist dieser Tag ein Weckruf. Wenn du heute anfängst, dich um deine Finanzen zu kümmern, sorgst du dafür, dass die Rentenlücke (Gender Pension Gap) für dich gar nicht erst zur tödlichen Falle wird. Du startest mit einem Vorsprung, den frühere Generationen nicht hatten.


FAQ: Finanzen für die Generation Z

Lohnt sich ein Depot überhaupt bei der Inflation?

Ja, gerade dann! Geld auf dem Sparbuch verliert durch die Inflation an Wert. Sachwerte wie Aktien (über ETFs) haben historisch gesehen die Inflation langfristig immer geschlagen.

Was ist, wenn ich mein Geld für Notfälle brauche?

Bevor wir investieren, bauen wir in meinem Kurs immer erst deinen „Notgroschen“ auf. Das ist dein Sicherheitsnetz, damit du niemals an dein Investment ran musst, wenn mal das Handy kaputtgeht oder ein Umzug ansteht.

Muss ich für den Kurs schon Vorwissen haben?

Nein. Wir fangen bei Null an. Mein Ziel ist es, dass du die Sprache der Finanzen so gut lernst, dass du bei der nächsten Gehaltsverhandlung oder beim Bankgespräch genau weißt, was du willst.


Dein nächster Schritt: Vom Doom Spending zum Impact Investing

Du hast die Wahl: Du kannst dein Geld weiterhin für kurzfristige „Pflaster“ ausgeben, um den Weltschmerz zu betäuben. Oder du fängst an, dir ein Fundament zu bauen, das dir echte Freiheit gibt – die Freiheit, Jobs zu kündigen, die dich unglücklich machen, oder Projekte zu fördern, die die Welt besser machen.

Im März startet mein Kurs der Frauenfinanzschule.

Speziell für Frauen, die verstehen wollen, wie sie ihre Werte mit ihrem Kontostand in Einklang bringen. Wir lernen gemeinsam, wir investieren gemeinsam und wir räumen die emotionalen Blockaden aus dem Weg, die dich bisher gebremst haben.

Trage dich jetzt in den Newsletter ein und sichere dir deinen Platz für den Aufbruch im März!

Deine Alexandra Graßler – Mentorin für deinen Weg in die Unabhängigkeit.