Für mein Kind nur das Beste.
Dieser Satz ist das Mantra jeder Mutter. Wir achten auf gesunde Ernährung, die beste Schule, ein behütetes Zuhause. Aber wenn es um finanzielle Vorsorge geht? Dann greifen viele – Mütter und Großeltern gleichermaßen – zu dem, was sie kennen. Das Sparbuch. Den Bausparer. Das Vertraute.
Warum? Angst. Die Angst vor dem Unbekannten. Die Sorge vor Verlusten an der Börse. Das Gefühl, dass Investieren irgendwie nach Zocken riecht.
Als Beraterin mit 30 Jahren Erfahrung sage ich dir das ganz direkt: Das Sparbuch ist in der heutigen Zeit das größte Risiko für das Geld deines Kindes. Nicht die Börse. Das Sparbuch. Denn die Inflation frisst dort jeden Tag Kaufkraft. Lautlos. Unaufhaltsam.
Wahre Sicherheit entsteht nicht durch Stillstand. Sie entsteht durch kluges Wachstum.
Die Superkraft, die dein Kind hat – und die die meisten Eltern verschenkenKinder haben etwas, das wir Erwachsenen oft schon längst verloren haben: Zeit.
Und Zeit ist an der Börse das mächtigste Werkzeug, das es gibt.
Ein Junior-Depot auf den Namen des Kindes ist kein Spekulationsobjekt. Es ist ein langfristiger Erntehelfer. Weil ein Kind in der Regel 18 Jahre Zeit hat, bis es das Geld erstmals anfassen könnte, bügelt diese Zeit alle kurzfristigen Schwankungen glatt. Kurseinbrüche? Werden ausgesessen. Krisen? Werden überholt.
Aber jetzt kommt der Gedanke, der mir wirklich am Herzen liegt.
Was wäre, wenn dein Kind das Depot einfach weiter laufen lässt?
Stell dir vor, du richtest heute ein Junior-Depot ein – und dein Kind lernt früh genug zu verstehen, welchen Schatz es da hat. Nicht als schnelles Geld für den Führerschein mit 18. Sondern als Grundlage für ein Leben, in dem die Rente kein Angstthema mehr ist.
Lass uns die Zahlen sprechen lassen.
Wenn du von der Geburt bis zum 18. Geburtstag monatlich 50 € in einen weltweit gestreuten ETF investierst – bei einer angenommenen Rendite von 7 % p.a. – dann hast du mit 18 rund 21.500 € angespart. Eingezahlt hast du 10.800 €. Das Geld hat sich fast verdoppelt. Ohne dass ihr auch nur einen Finger gerührt habt.
Auf einem Sparbuch mit 0,5 % wären es nach 18 Jahren gerade mal rund 11.300 €. Nominell. Real – also nach Inflation – sogar weniger als eingezahlt.
Aber das ist gar nicht der eigentliche Punkt.
Der eigentliche Punkt ist dieser: Was passiert, wenn dein Kind mit 18 das Depot nicht auflöst, sondern einfach weiter laufen lässt?
Dann arbeitet der Zinseszins noch 40, 45, 47 Jahre weiter. Ohne dass jemand noch einen einzigen Cent nachschießen muss. Aus diesen rund 21.500 € werden – bei gleichbleibender Rendite von 7 % p.a. – bis zum Rentenalter mit 65 über 517.000 Euro. Vollständig passiv. Einfach liegen lassen.
Und jetzt stell dir vor, dein Kind zahlt ab 18 zusätzlich nur 25 € im Monat weiter ein – einen Betrag, den die meisten kaum spüren. Dann landen wir bei rund 627.000 Euro bis zur Rente. Sechshundertsiebenundzwanzigtausend Euro. Für 25 Euro im Monat und eine kluge Entscheidung mit 18.
Das ist keine Utopie. Das ist Mathematik.
(Alle Berechnungen mit 7 % p.a. Modellrendite, keine Garantie – aber ein historisch realistischer Richtwert für breit gestreute ETFs über lange Zeiträume.)
Das Junior-Depot als dein persönliches Lernfeld
Das Schöne an der Geldanlage für Kinder ist: Wir fangen oft mit kleinen Beträgen an. 25 €, 50 € vom Kindergeld. Nichts Dramatisches.
Und mein ehrlicher Profi-Tipp dabei: Nutz das Depot deines Kindes als dein eigenes Übungsfeld. Weil es um überschaubare Beträge geht, kannst du hier in aller Ruhe beobachten, wie sich ein ETF entwickelt. Du siehst: Es passiert nichts Schlimmes. Dein Vertrauen wächst. Monat für Monat. Und irgendwann merkst du, dass du diese Sicherheit auch für deine eigene Altersvorsorge brauchst – und dass du sie längst hast.
Die drei größten Fehler, die ich immer wieder sehe
Nicht darüber reden. Geld sollte am Küchentisch kein Tabu sein. Wenn dein Kind sieht, dass du dich kümmerst, lernt es, dass Finanzen gestaltbar sind. Das ist das Gegenteil von dem, was die meisten von uns mitbekommen haben.
Sich selbst nicht auskennen. Du kannst nur weitergeben, was du selbst verstehst. Der größte Liebesbeweis ist, wenn du dich schlaumachst. Nicht für die Bank. Für dein Kind.
Falsche Produkte kaufen. Lass dir keine teuren Ausbildungsversicherungen andrehen. Ein einfaches Junior-Depot auf den Namen des Kindes ist kostengünstig, flexibel und steuerlich vorteilhaft – weil das Kind eigene Freibeträge hat.
Was mit 18 passiert – und warum Finanzbildung genau dann entscheidend ist
Bei einem Junior-Depot auf den Namen des Kindes gehört das Geld rechtlich dem Kind. Mit 18 darf es damit machen, was es will.
Deshalb ist das, was du heute tust, mehr als ein Sparplan. Du legst den Grundstein dafür, dass dein Kind mit 18 eine Entscheidung treffen kann – und zwar eine kluge. Dass es versteht: Dieses Depot ist kein Geschenk zum Verprassen. Es ist ein Fundament fürs Leben.
Ja, Großeltern können einzahlen. Ja, das ist das sinnvollste Tauf- oder Weihnachtsgeschenk, das es gibt. Es hält länger als jedes Spielzeug.
Und ja – das Geld ist sicher. Nicht auf dem Sparbuch, wo Inflation es still und leise auffrisst. Sondern weil ETFs Sondervermögen sind, weil sie weltweit gestreut investieren und weil Zeit der beste Risikopuffer ist, den es gibt.
Finanzwissen ist das wertvollste Erbe
Wenn ich mir die Frauen in meinem Kurs anschaue, dann wird eines klar: Die meisten haben niemanden gehabt, der ihnen das gezeigt hat. Keine Mutter, die über ETFs gesprochen hat. Kein Vater, der das Depot auf den Küchentisch gelegt hat.
Du kannst das ändern. Für dein Kind.
Im März starten wir zusammen – passend zum Equal Pay Day. Du lernst, wie du ein Junior-Depot aufsetzt, welche ETFs die richtigen sind und wie du deinem Kind zeigst, dass Frauen souverän mit Geld umgehen. Nicht irgendwann. Jetzt.
Werde das finanzielle Vorbild, das dein Kind verdient.
Deine Alexandra Graßler – Mentorin für Generationen-Vermögen.
FAQ: Häufige Fragen zur Geldanlage für Kinder
Was ist ein Junior-Depot und für wen ist es geeignet?
Ein Junior-Depot ist ein Wertpapierdepot, das auf den Namen eines minderjährigen Kindes eröffnet wird. Die Eltern oder Erziehungsberechtigten verwalten es bis zur Volljährigkeit. Es ist für alle Eltern und Großeltern geeignet, die langfristig Vermögen für ein Kind aufbauen wollen – und das geht bereits ab kleinen monatlichen Beträgen wie 25 oder 50 Euro.
Warum ist ein ETF-Sparplan besser als ein Sparbuch oder eine Ausbildungsversicherung?
Auf dem Sparbuch verliert Geld durch die Inflation real an Wert – selbst wenn der Kontostand wächst. Ausbildungsversicherungen sind oft teuer und intransparent. Ein breit gestreuter ETF-Sparplan dagegen hat historisch eine durchschnittliche Rendite von rund 7 % p.a. erzielt, ist kostengünstig und jederzeit flexibel anpassbar. Bei einer Laufzeit von 18 Jahren gleicht die Zeit auch kurzfristige Kursschwankungen zuverlässig aus.
Was passiert mit dem Geld, wenn das Kind 18 Jahre alt wird?
Mit 18 gehört das Depot rechtlich vollständig dem Kind – es kann frei darüber verfügen. Genau deshalb ist finanzielle Bildung so entscheidend: Ein Kind, das versteht, welches Potenzial in diesem Depot steckt, wird es nicht leichtfertig auflösen. Lässt es das Depot einfach weiter laufen und zahlt nur 25 Euro im Monat dazu, kann daraus bis zum Rentenalter ein Vermögen von rund 627.000 Euro werden.